CEP Clean Energy Partnership CEP-FAQ
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FAQ - Wesentliche Fragen und Antworten auf einen Blick

Aus unseren vielen Gesprächen und Begegnungen haben wir die häufigsten Fragen gesammelt und vor dem Hintergrund unserer Positionen beantwortet. Wenn Sie hier nicht erfahren, was Sie wissen möchten, stellen Sie gern Ihre Fragen über das Kontaktformular an uns.

Warum Wasserstoff als Kraftstoff?

Die Europäische Union hat zusammen mit G8-Mitgliedern vereinbart, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 um 80 Prozent zu reduzieren. Als einer der Hauptemittenten gilt der wachsende Straßenverkehr, der Schätzungen zufolge hierfür zu 95 Prozent auf alternative Antriebe umgestellt werden muss. Wasserstoff als alternativer Kraftstoff kann einen entscheidenden Beitrag hierzu leisten. Beim Betrieb von Brennstoffzellenfahrzeugen entstehen keine lokalen CO2-Emissionen, sondern lediglich etwas Wasserdampf. Je nach Größe des Treibstofftanks schaffen die Fahrzeuge bereits heute mit einem Tankinhalt Reichweiten zwischen 500 und 700 km. Der Tankprozess dauert 3 bis 5 Minuten.

Was ist der Unterschied zwischen einem Elektroauto und einem Wasserstoffauto?

Brennstoffzellenfahrzeuge – umgangssprachlich auch Wasserstoffautos genannt – besitzen statt eines Verbrennungsmotors einen Elektromotor, den die Brennstoffzelle mit Strom versorgt. In der Brennstoffzelle reagieren Wasserstoff und Sauerstoff in einem chemischen Prozess. Dabei wird die Energie, die im Wasserstoff gespeichert ist, als Strom freigegeben, der den Elektromotor antreibt. Das Nebenprodukt dieses elektrochemischen Prozesses ist Wasser, das in Form von etwas Wasserdampf durch den Auspuff abgeleitet wird. Das Brennstoffzellenauto ist somit auch ein Elektroauto mit Reichweitenvorteil im Vergleich zu rein batterieelektrischen Fahrzeugen.

Sind Wasserstoffautos sicher?

Die Vorkehrungen für den Fall eines Unfalls sind bei Wasserstofffahrzeugen – wie bei allen anderen Fahrzeugen auch – sehr umfassend. Anders würden die Fahrzeuge nicht für den Straßenverkehr zugelassen werden. Die Fahrzeugtanks sind typischerweise mit Sicherheitsfaktoren von über 2 bezüglich des Betriebsdruck ausgelegt und haben dadurch, z.B. im Falle eines Verkehrsunfalls, hohe Sicherheitsreserven. In einem Hochdruck-Wasserstofftank ist niemals Sauerstoff enthalten – im Gegensatz zu Benzin- oder Kerosintanks, sodass keine Detonation erfolgen kann. Wasserstoff ist nicht gefährlicher als andere Energieträger. Entweichender Wasserstoff verfliegt sofort. Entzündet sich Wasserstoff im schlimmsten Fall, verbrennt dieser sehr schnell nach oben. Es entsteht keine gefährliche Wärmestrahlung über der Unfallstelle, wie dies z.B. bei Benzin oder Kerosin der Fall ist. Wasserstoff ist nicht giftig und Wasserstoff verursacht keine Umweltverschmutzung bei Unfällen.

Wie betanke ich ein Wasserstoffauto?

Für den Kunden an der Wasserstofftankstelle gibt es keinen großen Unterschied; Wasserstoff zu tanken ist unkompliziert. Die Betankung erfolgt wie bei einer konventionellen Betankung, indem die Zapfpistole manuell mit dem Tankstutzen verbunden wird. Die Unterschiede zum konventionellen Tankvorgang liegen beim Wasserstoff in der hohen Flüchtigkeit, in den tiefen Temperaturen bzw. in den hohen Befülldrücken. Zapfpistole und Tankstutzen werden daher – anders als bei konventionellen Kraftstoffen – über eine Kupplung druck-, gas- und kältedicht miteinander verbunden. Mehr zum Thema finden Sie im Bereich H2 Technologie.

Welche Reichweite und Leistung haben die Brennstoffzellenfahrzeuge?

Innerhalb des Demonstrationsprojekts der Clean Energy Partnership haben verschiedene Automobilpartner seriennahe Fahrzeuge erprobt und erste Serienfahrzeuge auf die Straße gebracht. Die Brennstoffzellenfahrzeuge verfügen inzwischen über eine Reichweite von 500 bis 700 km. Eine Übersicht der H2-Fahrzeugflotte finden Sie im Bereich H2 Mobilität.

Gibt es Wasserstoffautos bereits zu kaufen?

Derzeit sind die ersten Serienfahrzeuge bereits am Markt und meist über ein Leasing erhältlich. Parallel erfolgt der Aufbau eines Tankstellenetzes. Um die Markteinführung der Brennstoffzellenfahrzeuge zu beschleunigen wurden strategische Kooperationen unter den großen Automobilherstellern geschlossen.

TECHNOLOGIE

Die Clean Energy Partnership ist eines der international bedeutendsten Vorhaben zur Erprobung von Wasserstoff als Kraftstoff. Im Fokus steht die Entwicklung von technischen Standards – von der Erzeugung über die schnelle und sichere Betankung bis zum Betrieb wasserstoffbetriebener Fahrzeuge.

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