CEP Clean Energy Partnership CEP-FAQ
CEP Clean Energy Partnership CEP-FAQ

FAQ - Wesentliche Fragen und Antworten auf einen Blick

Aus unseren vielen Gesprächen und Begegnungen haben wir die häufigsten Fragen gesammelt und vor dem Hintergrund unserer Positionen beantwortet. Wenn Sie hier nicht erfahren, was Sie wissen möchten, stellen Sie gern Ihre Fragen über das Kontaktformular an uns.

Warum gerade Wasserstoff?

Wasserstoff kann eine Schlüsselbedeutung als Energiespeicher im Rahmen der Energiewende einnehmen: Voraussetzung für die Nutzung der erneuerbaren Energien ist ein leistungsfähiges Stromnetz, das Leistungsschwankungen erneuerbarer Energiequellen auffangen kann. In Wasserstoff können große Energiemengen gespeichert und wieder rückverstromt werden, wenn sie benötigt werden. Am effizientesten erfolgt dies an Bord eines Brennstoffzellenfahrzeugs. Beim Einsatz von Wasserstoff als Kraftstoff entstehen keine schädlichen Emissionen, sondern lediglich etwas Wasserdampf. Regenerativ erzeugt, könnte Wasserstoff eine Schlüsselbedeutung bei der Energiewende in Deutschland zukommen und eine CO2-freie Mobilität ermöglichen.

Woher kommt eigentlich Wasserstoff?

Wasserstoff (H2) ist das häufigste Element des Universums und quasi unendlich verfügbar – allerdings fast nur in chemisch gebundener Form. Die Wasserstoffproduktion erfolgt mittels verschiedener Verfahren, die sich u.a. hinsichtlich des CO2-Einsparpotentials und der aktuellen Produktionskosten unterschieden. Die CEP konzentriert sich verstärkt auf die CO2-neutrale Wasserstoffproduktion per Wasserelektrolyse mit Energie aus regenerativen Quellen und die Herstellung von Wasserstoff aus Biomasse. Aber auch mit Wasserstoff aus Erdgas kann Kohlendioxid eingespart werden: Bei der Verwendung in Brennstoffzellenfahrzeugen werden im Vergleich zu modernen Dieselfahrzeugen bis zu 30 Prozent weniger CO2-Emissionen verursacht (bei einem Vergleichswert von 120 g CO2/km bei einem Dieselfahrzeug).

Ist Wasserstoff nicht gefährlich?

Wasserstoff ist nicht gefährlicher als andere Energieträger, denn entweichender Wasserstoff verfliegt sofort. Entzündet sich Wasserstoff im schlimmsten Fall, verbrennt dieser sehr schnell nach oben. Es entsteht keine gefährliche Wärmestrahlung über der Unfallstelle, wie dies z.B. bei Benzin oder Kerosin der Fall ist. Wasserstoff verursacht keine Umweltverschmutzung bei Unfällen. Wasserstoff ist nicht giftig, geruchlos und nicht ätzend. Bei richtigem Umgang mit diesem Gas geht keine Gefahr von Wasserstoff aus. In der CEP wird ausschließlich der aktuellste Stand der Technik umgesetzt, die strengste Sicherheitsauflagen erfüllt.

Wie viel Strom / Wasser wird benötigt, um 1 kg H2 im Elektrolyseverfahren herzustellen?

Der Strombedarf für die Herstellung von Wasserstoff im Elektrolyseverfahren direkt an der Tankstelle liegt in der CEP derzeit bei ca. 55 kWh / kg H2 bei einem angenommenem Wirkungsgrad von > 60 Prozent. Für die Erstellung von 1 kg Wasserstoff ist die neunfache Menge Wasser notwendig, also neun Liter.

Wie speichert man Wasserstoff? Diffundiert der Wasserstoff nicht durch den Tank?

Weit verbreitet ist die Meinung, dass Wasserstoff durch Materialien hindurchdiffundiert und nicht im Tank bleibt. In der Tat sind die Wasserstoffmoleküle sehr klein. Seit mehr als hundert Jahren wird Wasserstoff jedoch in Stahlflaschen ohne Probleme bei einem Druck von 200 bar und mehr transportiert und gelagert. Bei Metallbehältern ist das Problem der Diffusion ohne jede praktische Bedeutung, da die Geschwindigkeit des Prozesses viel zu gering ist. Bei modernen Verbundmaterialflaschen, also Fahrzeugtanks, die aus einem Kunststoffkern und um diesen herum gewickelten Kohlefasern bestehen, ist die Diffusionsrate grundsätzlich höher, aber ebenfalls in der Praxis vernachlässigbar. Andernfalls würden diese Tanksysteme nicht zugelassen werden. Das Sicherheitskonzept der Automobilhersteller sieht grundsätzlich vor, dass Tanks, Leitungen und Ventile vollständig dicht sein müssen. Daher können die Wasserstofffahrzeuge auch ohne Bedenken in Garagen, Tunneln und Parkhäusern einfahren.

TECHNOLOGIE

Die Clean Energy Partnership ist eines der international bedeutendsten Vorhaben zur Erprobung von Wasserstoff als Kraftstoff. Im Fokus steht die Entwicklung von technischen Standards – von der Erzeugung über die schnelle und sichere Betankung bis zum Betrieb wasserstoffbetriebener Fahrzeuge.

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