Am Schleusenkanal – so die Idee, die die Stadtverwaltung Geesthachts gemeinsam mit dem Helmholtz Zentrum Hereon und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt hat – könnte eine neue Hafenanlage mit mehreren Funktionen entstehen. Geplant sind Anlegeplätze für zwei Forschungsschiffe mit Wasserstofftechnik, Wasserstofftankstellen für Schiffe und Straßenverkehr sowie eine Infrastruktur, die die geplante Hafenanlage zum regionalen Unterverteilungszentrum für Wasserstoff macht.

Mit dem Hereon und dem DLR gibt es zwei Forschungseinrichtungen, die fachlich u. a. in den Bereichen Speicherung und Lagerung von Wasserstoff sowie Betankungsmöglichkeiten von Schiffen und Lkw  weiterhelfen werden, und zudem gibt es Unternehmen, die bereit wären, Wasserstoff abzunehmen.

Eingebunden sei die Projektidee vom Geesthachter Wasserstoffhafen in einen länderübergreifenden Entwicklungsprozess, über den der Hamburger Hafen samt Umland für die Wasserstoffwirtschaft vorbereitet werden soll. Die Geesthachter Rolle wäre dabei Folgende: Wasserstoff würde am Wasserstoffhafen Geesthacht angeliefert, zwischengespeichert und von dort aus an mögliche Endabnehmer weiterverteilt.

Damit wird es ortsansässigen und regionalen Firmen möglich sein, ihre Produktionsprozesse auf eine Wasserstofftechnologie umzustellen. Mehrere Geesthachter Firmen hätten bereits Interesse signalisiert, sich an einem Modellprojekt zu beteiligen und Bereiche ihrer industriellen Produktion umzustellen. Die am Wasserstoffhafen geplanten Schiffsliegeplätze könnten vom Hereon und vom DLR genutzt werden.

Der nächste Meilenstein für das Projekt Geesthachter Wasserstoffhafen wird die Beauftragung einer Planungs- und Umsetzungsstudie sein. In den nächsten Monaten sollen hierfür entsprechende Fördermittel akquiriert werden.

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