CEP Clean Energy Partnership CEP-Presse Wasserstoffnachrichten
CEP

Presselounge

Wir halten Sie über die aktuellen Entwicklungen im Bereich Wasserstoffmobilität auf dem Laufenden. Neben den aktuellsten Pressemeldungen finden Sie hier auch Ansprechpartner für Fragen zu Projekt und Technologie sowie Interviewpartner.

Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!

bild

JAHRESTAGUNG 2018: KEINE VERKEHRSWENDE OHNE WASSERSTOFF

Wasserstoff wird einen großen Beitrag zur Energie- und Verkehrswende leisten – auf der Straße, auf
dem Wasser, auf der Schiene und in der Luft. Nachdem sich die CEP in den letzten Jahren erfolgreich
der Entwicklung von Fahrzeugen sowie dem Aufbau der H2-Infrastruktur für Pkw gewidmet hat und aus
ihren Reihen heraus die H2 Mobility gegründet worden ist, öffnet sich die CEP in Phase IV neuen
Verkehrsträgern. Außerdem beschäftigt sich die Partnerschaft aktuell mit der Produktion und Logistik
grünen Wasserstoffs. Die CEP hat gezeigt, Wasserstoffmobilität ist bereits Realität, Fahrzeuge sind auf
den Straßen unterwegs, Tanken ist in 3-5 Minuten möglich. Mit der neuen thematischen Fokussierung
vollzogen die Partner der CEP auf der Jahrestagung den nächsten Schritt hin zur Marktaktivierung der
H2-Mobilität, wie sie bereits in den letzten Monaten in den verschiedenen Arbeitsgruppen
vorangetrieben wurde.

Vor diesem Hintergrund wurde in diesem Jahr „Heavy Duty“ als Schwerpunktthema der CEP
Jahreskonferenz gesetzt, da angesichts drohender Fahrverbote in Deutschland nicht zuletzt die
Logistikbranche ein stark wachsendes Interesse an emissionsfreien Fahrzeugen entwickelt hat. Die
Keynotespeaker Jesse Schneider, Executive Vice President, Technology, Hydrogen & Fuel Cells,
Nikola Motor Company und Dr. Philipp Dietrich, CEO, H2 Energy AG, verdeutlichten dabei, dass dieses
Interesse nicht nur in Deutschland, sondern weltweit vorhanden ist: Jesse Schneider stellte in seinem
Vortrag ausführlich das Entwicklungs- und Distributionskonzept des Schwerlast-Lkw von Nikola Motors
in den USA vor. Dass Nikola Motors auch einen Lkw für den europäischen Markt entwickelt, wurde kurz
nach der Jahrestagung bekannt gegeben. Dr. Philipp Dietrich schilderte, dass unter den regulatorischen
Bedingungen der Schweiz bereits heute der Schwerlastverkehr mit Wasserstoff wirtschaftlich darstellbar
ist. Die Kooperation von H2 Energy mit dem CEP-Partner Hyundai in diesem Bereich zielt entsprechend
darauf ab, in den nächsten Jahren substanziell die Schwerlastlogistik in der Schweiz über H2-
elektrifizierte Lkw zu ermöglichen. Dr. Christian Dieckhoff, Programm Manager bei der NOW, stellte in
seinem Vortrag schließlich die Ergebnisse der aktuellen Studie „Integriertes Energiekonzept 2050“ vor
und verdeutlichte, dass in diesen Szenarien dem Wasserstoff im Schwerlastbereich eine Schlüsselrolle
bei der Erreichung der Reduktion der CO2-Emissionen zukommen wird. Seine Botschaft: Nur wenn in
den nächsten Jahren die H2-Elektrifizierung in der Schwerlastlogistik massiv vorangetrieben wird,
können die Klimaziele im Jahr 2050 für diesen Sektor erreicht werden.

Nach diesen Impulsen erarbeiteten die Teilnehmer der CEP Jahreskonferenz in Workshops neue
Ansätze und Roadmaps für die weitere Zusammenarbeit. Zielsetzung war es, die Fokusthemen unter
Berücksichtigung aktueller Fragestellungen innerhalb der CEP und mit Wegbegleitern zu diskutieren.
Unter anderem standen Standardisierungsprozesse für neue Verkehrsträger, die Konzeption von
Betankungsprotokollen für den Schwerlasttransport und die Erstellung einer „RCS (Regulations, Codes,
Standards) Roadmap“ auf der Agenda. Ebenso waren effiziente Lösungsansätze für Produktion und
Logistik von Grünem Wasserstoff Diskussionsthema. Auch die „Tankstelle der Zukunft“, die
Kommunikation mit Vertretern der Politik sowie eine CEP-Beteiligung bei der Definition eines H2-
Clusters wurden von den Partnern diskutiert. Entsprechende Förderaufrufe befinden sich derzeit in der
Konzeptionsphase und konkretisieren sich immer weiter.

„Die diesjährige CEP-Jahrestagung galt nicht nur der Status Quo-Betrachtung. Der Blick nach vorne mit
dem Ziel einer ganzheitlichen Wasserstoffwirtschaft stand ganz klar auf der Agenda. Gerade der
Austausch mit unseren Partnern und Gästen ist dabei maßgeblich. Die CEP bietet eigentlichen
Wettbewerbern die Plattform dazu. Die Verkehrswende ist ein Gemeinschaftsprojekt!“, resümiert
Thomas Bystry, Vorsitzender der CEP. „Es gilt, den Wissensaustausch stetig zu verbessern und die
Technologie- und Marktaktivierung weiter voranzutreiben. Ziel ist es, mittelfristig den Kreis der Partner
zu erweitern und neue Verkehrsträger zu erschließen.“
Die Bereitschaft der Partnerunternehmen in Fahrzeuge, Tankstellen, Elektrolyseure und Forschung zu
investieren, entspricht der Forderung der Gesellschaft nach einer grünen und kundenfreundlichen
Mobilität. Der Sektorenkopplung kommt in diesem Kontext eine bedeutende Rolle zu, denn nur mit ihrer
Hilfe kann eine nachhaltige Wasserstoffmobilität von der Quelle bis zum Anwender Realität werden. 

Die Wasserstoffmobilität ist in den letzten Jahren gut vorangekommen: So gibt es in Deutschland ein
Tankstellennetz von mittlerweile 52 H2-Tankstellen. Im November und Dezember dieses Jahres werden
weitere Tankstellen eröffnet. Auch bei den Fahrzeugherstellern tut sich einiges: Daimler und Hyundai
haben in diesem Jahr jeweils ein weiteres Brennstoffzellenauto auf den Markt gebracht - den Mercedes
Benz GLC F-CELL und den Hyundai NEXO. Auch von Toyota ist mit dem Mirai bereits ein
Brennstoffzellenfahrzeug erhältlich; Honda hat mit dem Clarity Fuel Cell ein Serienfahrzeug auf dem
Markt. Jetzt möchte die Branche die gesammelten Erfahrungen aus dem Pkw- auf den Heavy Duty-
Bereich übertragen und gangbare Lösungen für Standardisierungsprozesse entwickeln.

 

PRESSEKONTAKTE: 

Kristin Bube und Nina-Antonia Siebach
Tel. +49 (0) 40 – 23 805 87 –95 / –97
E-Mail: cep@bepr.de

 

Download Image Download PDF

TECHNOLOGIE

Die Clean Energy Partnership ist eines der international bedeutendsten Vorhaben zur Erprobung von Wasserstoff als Kraftstoff. Im Fokus steht die Entwicklung von technischen Standards – von der Erzeugung über die schnelle und sichere Betankung bis zum Betrieb wasserstoffbetriebener Fahrzeuge.

Nach oben