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TÜRÖFFNER FÜR VERKEHRSWENDE

Statement von CEP und DWV zur Nationalen Wasserstoffstrategie

Gemeinsame Pressemitteilung von CEP und DWV

Berlin, 10. Juni 2020 – Es ist geschafft. Das Bundeskabinett hat die in der Branche lang erwartete Nationale Wasserstoffstrategie (NWS) verabschiedet. Die Clean Energy Partnership (CEP) und der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV) begrüßen die NWS als zukunftsweisenden ersten Schritt hin zu einer erfolgreichen Verkehrswende. Die beiden Partner sind angesichts der NWS-Ausgestaltung zuversichtlich, dass der so geschaffene regulatorische Rahmen eine nachhaltige Wasserstoffwirtschaft sowie die Erreichung der Klimaziele 2050 ermöglichen wird. CEP und DWV engagieren sich gemeinsam für die Marktetablierung einer versorgungssicheren umweltverträglichen Mobilität mit Wasserstoff und Brennstoffzelle.

Grüne H2-Mobilität
Die NWS erkennt die wichtige Rolle von grünem Wasserstoff als Kraftstoff und Speichermedium an. Angesichts der bereits heute existenten Wettbewerbsfähigkeit von grünem Wasserstoff im Verkehrssektor kommt es auf eine adäquate Regulierung an, welche jetzt, bei der Umsetzung der NWS, erfolgen muss. 

In einer Studie des Fraunhofer-Instituts im Auftrag des BMVI aus dem Jahr 2018 wurde für Deutschland eine Elektrolyseleistung von 50 GW prognostiziert, was ein wesentlich höherer Wert ist als der von der Bundesregierung angenommene Bedarf von 20 GW. CEP und DWV setzen sich dafür ein, dass die Bundesregierung die nationalen Ziele für den Anteil der erneuerbaren Energien für die in den Verkehr gebrachten Kraftstoffe auf mindestens 20% anhebt. Zudem sollte die Anrechnung von mitverarbeitetem grünem Wasserstoff bei der Kraftstoffproduktion vollumfänglich auf die vorgenannten Ziele anzurechnen sein. So kann es gelingen, einen Markt für grünen Wasserstoff von über 15 GW zu schaffen – ohne den Einsatz weiterer Fördermittel. Der Weg, um den realen Bedarf zu decken, wäre geebnet. 

Potential der H2-Mobilität
Auf der Straße, der Schiene, zu Wasser und in der Luft kann die Mobilität mit Wasserstoff und Brennstoffzelle einen signifikanten Beitrag zur Erreichung des Green Deals leisten. Besonders im Logistik-, Transport- und Schwerlastbereich ist sie eine vielversprechende Lösung, um die Verkehrswende voranzubringen. Auch im öffentlichen Personennahverkehr, in Flotten und bei der Anwendung leichterer Nutzfahrzeuge punktet die BZ-Mobilität. Gerade aufgrund der Vielfalt möglicher Anwendungsfelder und Verkehrsträger sowie ihres enormen Potentials im Kontext der Energiewende begrüßen CEP und DWV die ausdrückliche Integration eines breiten Anwendungsspektrums in die NWS – ein wichtiger Aspekt, um die Möglichkeiten der H2-Technologien voll ausschöpfen zu können.

Wirtschaftsstandort Deutschland
Im Sinne einer nachhaltigen Verkehrswende agieren CEP und DWV als Beratungsinstanz der Politik und sehen eine reelle Chance für den Wirtschaftsstandort Deutschland, generationenübergreifend eine Vorreiterrolle einzunehmen. Durch eine mit konventionellen Antriebsformen durchaus vergleichbare Wertschöpfungstiefe kann die Automobilindustrie eine tragende Säule der deutschen Wirtschaft bleiben. So schätzen beide Partner das in der NWS verankerte Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft durch Forschung und Entwicklung im Bereich Wasserstofftechnologien zu fördern. 

Die NWS ist ein wirtschaftspolitisch wichtiger Fortschritt. Notwendig ist jetzt eine konsequente, zeitnahe Umsetzung der Pläne, um langfristig einen investitionssicheren Handlungsrahmen für die heimische Wirtschaft zu schaffen. Auf diese Weise ist ein neuer sektoraler Wirtschaftsaufschwung mit 35.000 bis 70.000 neuen Arbeitsplätzen realistisch. 

Gemeinsamer Weg von Industrie und Politik
CEP und DWV begrüßen ausdrücklich die Absicht der Bundesregierung, Wasserstofftechnologien als Kernelemente der Energiewende zu etablieren und so die Wirtschaft im Allgemeinen und die Mobilität im Speziellen zu dekarbonisieren. Mit der NWS ist eine wichtige Etappe geschafft. Jetzt gilt es im Schulterschluss von Industrie und Politik die aufgeführten Ziele anzugehen und möglichst effizient in die Realität zu übersetzen.  


Über den DWV
Der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV) ist seit 1996 als Interessenverband auf die Förderung einer zügigen Markteinführung des Energieträgers Wasserstoff und der Brennstoffzellentechnologie ausgerichtet. Ziel ist es, alle Aspekte einer künftigen Versorgungsinfrastruktur mit Wasserstoff, dessen Herstellung und energetische Nutzung — insbesondere die Energieumwandlung mittels Brennstoffzellen — in eine Sach- und Perspektivdiskussion einzubringen sowie die Marktentwicklung aktiv mitzugestalten. Unsere 312 persönlichen Mitglieder und 113 Mitgliedsinstitutionen und -unternehmen stehen für bundesweit mehr als 1,5 Millionen Arbeitsplätze; der Verband repräsentiert somit einen bedeutenden Teil der deutschen Wirtschaft. (www.dwv-info.de).


Über die CEP
Die 16 Partner der Clean Energy Partnership (CEP) arbeiten im Sinne einer nachhaltigen Energiewende branchenübergreifend an der Marktaktivierung der Mobilität mit Wasserstoff und Brennstoffzelle. Vertreter der Unternehmen Air Liquide, Audi, BMW, Daimler, EWE, GP Joule, H2 Mobility, Honda, Hyundai, Linde, Infraserv Höchst, OMV, Shell, Total, Toyota und die Westfalen Gruppe arbeiten innerhalb des Projekts daran, die zukunftsorientierte Wasserstofftechnologie voranzutreiben. 2020 können wir sagen, es ist die Mobilität der Gegenwart: Die Technologie ist bereit, die H2-Infrastruktur wächst, die ersten Fahrzeuge sind auf den Straßen unterwegs. Zukunft ist jetzt!

Zur Pressemitteilung 

Kontakt DWV:
Dr. Ulrich Schmidtchen, Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e. V. (DWV)
Robert-Koch-Platz 4, 10115 Berlin
Tel.: +49-30-39820 9946-0
h2@dwv-info.de, www.dwv-info.de

Kontakt CEP:
Joerg Starr, Chairman Clean Energy Partnership (CEP) / AUDI Brennstoffzelle
I/EH, 85045 Ingolstadt
Tel.: +49-841-89-42497
joerg.starr@audi.de, www.cleanenergypartnership.de 

Presseanfragen bitte an: cep@bepr.de

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TECHNOLOGIE

Die Clean Energy Partnership ist eines der international bedeutendsten Vorhaben zur Erprobung von Wasserstoff als Kraftstoff. Im Fokus steht die Entwicklung von technischen Standards – von der Erzeugung über die schnelle und sichere Betankung bis zum Betrieb wasserstoffbetriebener Fahrzeuge.

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