ENERGIE

Slide DIE GANZE
WIRKUNGSKETTE ZÄHLT
Ob als Kraftstoff oder Speichermedium, Wasserstoff ist ein unverzichtbares Element auf dem Weg zu einer erfolgreichen Energie- und Verkehrswende. Für die CEP ist es dabei von essentieller Bedeutung, die gesamte Wertschöpfungskette im Blick zu haben. Also auch Produktion, Logistik und Speicherung mitzudenken. Eine effiziente H2-Mobilität braucht eine funktionierende Infrastruktur mit grünem Wasserstoff. Es zählt das Big Picture.

GRÜNER WASSERTOFF

Wasserstoff ist unsere absolute Nummer Eins. Klar, dass wir für unser Element auch eine Lieblingsfarbe haben, oder?! Ihre volle Schlagkraft entfaltet die H2-Technologie beim Einsatz von grünem Wasserstoff. Was genau wir unter „grünem“ Wasserstoff verstehen? Das ist Definitionssache. Aus Sicht der in der CEP engagierten Unternehmen soll der eingesetzte grüne Wasserstoff mindestens die Kriterien der entsprechenden Definition des europäischen CertifHy-Prozesses erfüllen.

Dieser Definition gemäß gilt Wasserstoff, welcher auf Basis erneuerbaren Energien erzeugt wurde und definierte Treibhausgasminderungswerte einhält, als grüner Wasserstoff. Die H2-Produktion ist sowohl durch erneuerbaren Strom in einer Elektrolyse-Anlage als auch durch Dampfreformierung von Biomethan, also auf Basis von erneuerbarer Biomasse, denkbar. Für beide Verfahren gilt, dass die mit der Produktion verbundenen Treibhausgasemissionen 36,4 gCO2äq/MJ nicht übersteigen dürfen. Dies entspricht einer Reduktion von 60% im Vergleich zu einer Wasserstoffproduktion auf Basis von fossilem Erdgas. Am besten, weil ganz ohne Treibhausgasemissionen, ist die Elektrolyse auf Basis von Wind- und/ oder Photovoltaik-Strom. We like!

LOGISTIK

Wasserstoff ist als häufigstes Element des Universums quasi unendlich verfügbar. Das ist schon mal gut? Ja, aber es gibt einen Haken: Wasserstoff kommt fast ausschließlich in chemisch gebundener Form vor. Daher ist für die Produktion im ersten Schritt Energie notwendig. Im Sinne einer CO2-neutralen und bedarfsgerechten Produktion favorisieren die Partner der CEP die Elektrolyse aus regenerativen Quellen. Der Wasserstoff kann direkt und autark an der Tankstelle oder zentral in größeren Anlagen produziert werden.

Für eine wirtschaftlich abbildbare H2-Produktion wird eine überregionale Versorgung mit Wasserstoff unumgänglich sein. Die Verteilung kann über Tankwagen oder Pipelines erfolgen. Per Tankwagen erfolgt ein Transport kleinerer Mengen Druckwasserstoff bei bis zu 500 bar oder Flüssigwasserstoff (LH2) bei -253° C. In einem LH2-Trailer können ca. 3.500 kg Wasserstoff transportiert werden. Bei größeren Mengen empfehlen sich Pipelines für gasförmigen Wasserstoff als Logistiklösung. Auf Grundlage relevanter Studien und eigener Daten werden wir die diversen Verteiloptionen evaluieren. Ziel ist es, einen Kriterienkatalog zu erstellen, der eine zielorientierte Abwägung der Optionen garantiert.

SPEICHERUNG

Fun Fact: Wasserstoff ist das leichteste Element des Universums – 14-mal leichter als Luft. Und jetzt? Rein sachlich gesehen, erlaubt seine geringe Dichte an Tankstellen sowohl eine gasförmige Speicherung unter hohem Druck als auch die Speicherung von tiefkaltem, -253°C, verflüssigtem Wasserstoff. Unsere Arbeit hat gezeigt, dass die gasförmige Speicherung für Pkw (700 bar/ 10 kg) sowie Busse (350 bar/ 35 kg) vorteilhafter ist. Der Clou: Weder bei Transport und Lagerung noch in den Fahrzeugtanks tritt eine signifikante Diffusion auf. Unsere Nummer Eins ist also auch eine sichere Nummer.